Welche Fräse für welche Anwendung

Ob du nun deine erste Oberfräse kaufen möchtest oder bereits eine Oberfräse hast und eine Maschine für spezielle Anwendungen suchst. Die Auswahl ist alles andere als leicht. Das Angebot an unterschiedlichen Oberfräsen von vielen verschiedenen Herstellern ist riesig. Ich gebe dir in dieser Lektion einen Überblick über ganz unterschiedliche Oberfräsen. Beginnend mit einigen Empfehlungen für die erste Oberfräse, bis hin zu Empfehlungen für Kantenfräsen, Maschinen für den Frästisch und Oberfräsen für spezielle Anwendungen.

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Auch wenn ich in diesem Video viele der oft gestellten Fragen beantworten konnte, bleiben mit Sicherheit noch viele Fragen offen. Es ist natürlich auch nicht möglich, auf alle am Markt verfügbaren Maschinen einzugehen, dafür ist das Angebot einfach zu groß. Am Ende musst du dir einfach gut überlegen, was du mit der Maschine machen möchtest und dir im Klaren sein, dass es keine Maschine gibt, die alle Anwendungen gleich gut abdeckt.

Ein paar wichtige Stichpunkte zur Wahl der für dich richtigen Oberfräse

  • Du wirst nicht alles gleich gut mit nur einer Maschine machen können Idealerweise hast du mehrere Maschinen für ganz unterschiedliche Aufgaben.
  • Eine Solide Ausstattung besteht aus einer Kantenfräse, einer mittelgroßen Maschine (1000-1400W) und einer kräftigen Maschine für großen Materialabtrag und den Frästisch
  • Wenn du kein großes Interesse am Selbstbau von Vorrichtungen und Zubehör hast, wähle einen Hersteller mit möglichst großem Zubehörprogramm.
  • Spar nicht am falschen Ende. Hochwertige (und damit leider meist teurere) Fräsen arbeiten präziser und sind langlebiger als sehr günstige Modelle.
  • Achte auf eine gute Absaugbarkeit. Auch hierbei sind Fräsen von Markenherstellern meist besser als sehr günstige Fräsen.
  • Wenn sich die Möglichkeit ergibt, nimm unterschiedliche Modelle einmal in die Hand. Teste, ob dir die Griffform und das Gewicht zusagt.
  • Achte darauf, dass die Spannzangen von guter Qualität sind und dass es für deine Maschine möglichst viele unterschiedliche Größen gibt.
  • Achte bei einer Fräse für den handgeführten Betrieb auf einen guten Parallelanschlag mit Feineinstellung und idealerweise auch mit Absaugung.

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2 Kommentare

Einen sehr wichtigen Einsatzzweck für den Fräsmotor hast du vergessen: die Verwendung im Bohrständer 😉
Fräsmotor im Bohrständer in Verbindung mit einem Kreuztisch ist für viele Arbeiten der geniale Problemlöser.

Gruß, Matthias

Hallo Heiko,
nach zwei Jahren Test verschiedener Konfigurationen und Kombinationen für die unterschiedlichsten Arbeitsgänge unter ständig ändernden Randbedingungen kann ich nur unterschreiben, was die Kernaussage Deines Videos ist: Es gibt keine Fräse, die alles gleich gut und in der gesamten Bandbreite alle Arbeitsgänge abbilden kann. Man benötigt einfach mehrere Maschinen, für spezielle Anwendungsbereiche. Im Einfachsten Fall ist man ständig am Umrüsten, was im Prinzip nur eine unbequemlichkeit wäre und/oder man muss mit Kompromissen leben hinsichtlich der Leistungsfähigkeit. Wie weit man dazu bereit ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.

Ich für meinen Teil gehöre jetzt nicht dazu als Hobby Anwender mir immer die teuersten und besten Maschinen zu kaufen. Für mich zählt, was kann die Maschine und nicht welche Marke es ist oder was ich auf dem Gebrauchtmarkt noch kann. Nichts kann so schlecht konstruiert sein, dass nicht doch einen Zwecke und sei der Arbeitsgang noch so klein, erfüllen könnte.
Fehlkäufe gehören genauso zum Leben dazu, wie man auch mal für kleines Geld ein Tool bekommt, das eine riesen Performance abliefert. 🙂

Mein aktuelles Fräsensetup besteht aus der Makita RT 702, einer Einhell TP-RO 18 Akku-Fräse, die das komplette Zubehör von Makita nutzen kann. Beide dienen mir für die leichteren Aufgaben bei Kanten- und Flächenfräsungen, einschließlich bestimmter Schablonenanwendungen . Wobei die Einhell bessere Spannzangen als die Makita besitzt. Eine kabelgebundenen Einhell TE-RO 1255 mit 1200 Watt nutze für die mittelschweren Aufgaben und im Frästisch eine Triton TRA 001 mit 2400 W. Irgendwann kommt bielleicht noch eine Fräse die zwischen 1600 W und 2000 W liegt hinzu, für schwere manuelle Aufgaben. Bislang hat mich die 1200 W Fräse nicht enttäuscht., außer das man beim Zubehör z.B. den Kopierhülsen einwenig suchen muss. Aber Zubehör für Fräsen und Einhell ist so eine Sache für sich. Sie bauen kaum was, geben aber keine Auskunft darüber bei welchem Herstellen, sie adaptiert haben. Da würde ich mir wüschen, dass es eine Art Wiki über die verschiedenen Systeme gäbe. wo man gezielt suchen könnte.
Da sind dann Firmen wie Festool & Co klar im Vorteil.

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