Der Sockel zum Korpus

Ein Schrank steht ja nicht einfach so auf dem Boden. Meist gibt es einen Sockel oder Füße. Auch der Schrank in diesem Kurs bekommt einen Sockel. Der Sockel ist auf Gehrung gefertigt und hat Aussparungen an den unteren Kanten. Dadurch steht er Sockel nicht auf der kompletten Kante auf, sondern bekommt vier Füße. Dadurch steht so ein Schrank viel stabiler. Das muss natürlich alles konstruiert werden und soll auch wieder parametrisch sein, sich also beim Ändern der Maße automatisch mit ändern.

Im folgenden Video zeige ich dir nicht nur, wie du in FreeCAD einen solchen Sockel konstruierst, sondern bringe dir auch noch weitere Befehle und Funktionen von FreeCAD näher. Zum Beispiel:

  • Das Erstellen von Schalen und Durchbrüchen mit der Funktion "Dicke".
  • Zwei verschiedene Möglichkeiten Maße zu prüfen
  • Abrunden von Kanten.
  • Nachträgliche Änderungen an Skizzen.
  • Winkel und Gehrungen in Skizzen erstellen.
  • Und vieles mehr.

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Wie du anhand des Schrankes sehen kannst, wird so eine Konstruktion schon recht komplex. Umso wichtiger ist es daher, den Überblick zu behalten. Das gelingt aber sehr einfach, indem du die einzelnen Elemente im Strukturbaum sinnvoll benennst und auch bei den Variablennamen darauf achtest, dass sie nicht zu lang, aber dennoch gut zu merken und zuzuordnen sind.

Welche Maße soll man fix definieren und welche variabel?

Du kannst in FreeCAD fast jedes Maß auch variabel definieren. Dadurch wird deine Konstruktion aber auch enorm komplex. Du musst dann immer wieder auf diese Variablen Bezug nehmen. Formeln werden immer unübersichtlicher und irgendwann verlierst du den Durchblick. Es gibt allerdings keine feste Regel, die vorgibt, was Fest definiert wird und was man variabel gestalten soll. Das musst du im Einzelfall immer wieder aufs Neue festlegen.

Wenn du beispielsweise die Außenmaße eines Möbels nicht einfach so frei definieren kannst, weil es beispielsweise in einer Nische steht, dann musst du diese auch nicht variabel definieren. Wenn ganz klar feststeht, welches Material du in welcher Stärke verwendest, dann kannst du dir den Aufwand sparen, die Materialstärken in der parametrische Konstruktion zu berücksichtigen, dann mach sie einfach fix

Wenn du dir bei bestimmten Maßen aber nicht sicher bist, zum Beispiel bei Rücksprüngen. Dann gestalte diese variabel. Du kannst dann einfach mit den Maßen so lange experimentieren, bis dir das Ergebnis gefällt. Wenn ein Maß nur an einer oder zwei Stellen vorkommt und keinen Einfluss auf den Rest der Konstruktion hat, wie beim Sockel der Rücksprung von der Kante des Bodens aus, dann muss dieser nicht extra als Variable definiert werden. Diesen einen Wert kannst du auch schnell in einer oder zwei Skizzen finden und ändern.

Je mehr Möbel du schon gebaut hast, umso weniger Maße wirst du in der Konstruktion variabel definieren müssen. Denn deine Erfahrungen in der WErkstatt fleißen natürlich in das Konstruieren am Computer mit ein.

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4 Kommentare

Hallo Heiko,
Die Konstruktion mit Parametern wie Dicke, Länge, etc ist für Änderung verschiedener Größen eines Möbelstück sicher eine gute Methode.
Ich mache jedoch Einzelstücke in verschieden Design und denke, dass ein direktes Eintragen der Maße in der Skizze für die verschiedenen Teile schneller in der Modelierung ist.
Was denkst du?
Liebe Grüße und ein gutes Neues Jahr
Franz

Heiko (Administrator) 1. Januar 2026 um 12:04 Uhr

Hallo Franz,
das musst am Ende du selbst entscheiden. Es kommt immer darauf an, wie oft du an welchen Maßen Änderungen machen möchtest.
Gruß
Heiko

Hallo Heiko, schöne Lektion!

Mir ist noch eine Sache aufgefallen: Bei der Zeichnung ist der Rücksprung beim Sockel von der Materialstärke abhängig. Bei der Stückliste wird dies allerdings noch nicht berücksichtigt. Z.B. unterscheidet sich die Sockellänge hierdurch um 1mm.

Viele Grüße.

Heiko (Administrator) 26. September 2025 um 9:59 Uhr

Hallo Karsten,
ich werde das für die nächste Lektion ändern und auch erwähnen.
Gruß
Heiko

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