Drei Varianten vom Korups
Ein wichtiges Grundprinzip und ein großer Vorteil von CAD ist, dass man einmal gemachte Arbeit nicht noch einmal machen muss. Elemente von Konstruktionen, die schon vorhanden sind, kannst du noch einmal verwenden. Entweder du verwendest sie so, wie sie sind oder du wandelst sie etwas ab.
Dazu bietet FreeCAD unterschiedliche Herangehensweisen. Eine sehr einfache und somit auch für Einsteiger geeignete, zeige ich dir in diesem kurzen Video. Auf Basis des bisher konstruierten Korpusses für aufschlagende Fronten entstehen zwei weitere Varianten. Einmal für einschlagdende Türen und einmal für Türen oder Fronten, die nur zwischen die Seiten einschlagen, aber auf Boden und Deckel aufschlagen.
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Das eigene Konstruktionssystem entwickeln
eine Konstruktion im CAD nutzt dir natürlich nur dann etwas, wenn du sie auch in deiner Werkstatt umsetzen kannst und wenn sie dir auch gefallen. Die hier gezeigten Korpusse aus Plattenmaterial sind ein gutes Beispiel dafür. Die Geschmäcker sind unterschiedlich. Nicht jeder oder jede mag einschlagende Türen. Hinzu kommt da auch beispielsweise noch, dass einschlagende Fronten kaum Fehler verzeihen und einen präzisen Zuschnitt erfordern, damit die Spaltmaße stimmen. Wenn deine Werkstattausstattung das nicht leisten kann, baue lieber aufschlagende Fronten.
Überlege dir also, bevor du mit dem Konstruieren beginnst, welche Gestaltung dir gefällt, welche Möglichkeiten deine Werkstatt bietet und auf welche Materialien du Zugriff hast. Darauf basierend kannst du dann beispielsweise Korpusse konstruieren. Das Gleiche Prinzip wendest du auch bei Schubladen und Möbelfronten an. Du musst dir also deine eigenen Gestaltungs- und Konstruktionsprinzipien überlegen. Wenn du die einmal hast und dich daran hältst, spart das viel Arbeit.
Das bedeutet aber nicht, dass du nicht auch davon abweichen kannst.
Besonders dann, wenn es um einfache Möbel geht, ist so ein Baukastensystem sehr praktisch.


