Verleimen und Oberflächenbehandlung

Nachdem nun alle Fräsungen an den Teilen des Kleiderständers gemacht sind, kannst du die letzten Verleimungen machen. Dabei werden die Querstücke an das aufrechte Teil angeleimt. Während die Stemmzapfenverbindungen am unteren Querstück sehr einfach zu verleimen sind, gibt es bei den Schlitz und Zapfenverbindungen am oberen Querteil das Problem, dass sich die Verbindungen nicht von allen Seiten pressen lassen.

Umso wichtiger ist es bei diesen Verbindungen, dass sie so passgenau wie möglich sind. Dann reicht der Druck von einer Seite und ein paar leichte Hammerschläge aus, um die Verbindungen in alle Richtungen dicht zu bekommen. Den genauen Ablauf beim Verleimen und einiges mehr kannst du dir im folgenden Video anschauen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Video herunterladen: 1920x1080 | 1280x720

Das Schleifen nach dem Verleimen ist dann Fleißarbeit. Schließlich musst du alle scharfen Kanten leicht brechen. Verwende dazu ein feines Schleifpapier. Korn 240 oder Korn 320 sind gut geeignet. Damit ist die Gefahr sehr gering, die Kanten zu stark zu brechen und du kannst sehr kontrolliert arbeiten.

Nach dieser Fleißarbeit kommt dann einer der schönsten Momente, bei jedem Möbelprojekt: der Auftrag des Öls. Dabei kommt die Maserung so richtig schön heraus. Vor allem der Kontrast zwischen Lang- und Hirnholz wird jetzt richtig schön deutlich. Damit die Maserung möglichst klar und deutlich zu sehen ist, musst du das Holz vor dem Ölen sehr sorgfältig entstauben. Staub in den Poren reduziert die Klarheit der Maserung deutlich. Das Entstauben ist daher ein wichtiger Arbeitsgang bei der Oberflächenbehandlung.

Die Ölmischung

Für die Oberflächenbehandlung kommt eine selbst angesetzte Ölmischung zum Einsatz. Sie besteht zu gleichen Teilen aus Leinölfirnis und Lackleinöl. Das Lackleinöl ist etwas heller, als der Firnis und setzt den Anteil an Sikkativen (Trockenstoffe) im Leinölfirnis herab. Es sind also weniger Zusatzstoffe in der fertigen Mischung enthalten. Außerdem ist das Öl etwas heller, wodurch dann das damit behandelte Holz nicht ganz so stark abgedunkelt wird, ohne das Anfeuern des Holzes zu verringern.

Durch den geringeren Anteil an Trockenstoffen benötigt die Oberfläche jedoch länger zum Aushärten, als der fertig gekaufte Firnis. Statt eines Tages solltest du der Oberfläche besser zwei Tage zum Aushärten geben. Danach kannst du sie bedenkenlos anfassen und damit weiter arbeiten.

Sicherheit beim Ölen

Aushärtende Öle können sich unter ungünstigen Umständen selbst entzünden. Damit ist nicht gemeint, dass das Öl als solches in Flammen aufgehen kann, sondern dass sich ölgetränkte Lappen, Pinsel oder Schwämme unter bestimmten Umständen so stark erhitzen, dass ein Schwelbrand entsteht. Bleibt dieser unentdeckt, kann es gefährlich werden.

Lass daher die Lappen, Pinsel oder Schwämme nach dem Ölen nicht unbeaufsichtigt und zusammengeknüllt irgendwo liegen. Pinsel solltest du direkt auswaschen. Schwämme luftdicht unterbringen und Lappen ausgebreitet trocknen lassen.

Hinterlasse einen Kommentar